Gemeinsam bewegen, wippen, greifen und balancieren
Unser Inklusionsgerät des Seilparcours Haiger schafft einen Spielbereich, in dem Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam aktiv sein können. Eine rollstuhlbefahrbare Gummimatten-Rampe bildet das Zentrum des Spielelementes und verbindet sie mit Halteseilen, Laufseilen und geländerartigen Bogennetzen.
Das Komplettgerät ist bereits ab 2 Jahren geeignet und U3-geeignet. Damit ist es besonders interessant für Krippen, Kitas, Kindergärten mit U3-Bereich sowie öffentliche Spielplätze, auf denen Inklusion bereits bei jüngeren Kindern mitgedacht werden soll.
Anders als viele einzelne Elemente des Seilparcours Haiger handelt es sich bei Art.-Nr. 4591-90 um ein Komplettgerät einschließlich sechs feuerverzinkter Stahlpfosten. Für die Grundausstattung müssen daher keine separaten Haiger-Standpfosten bestellt werden.
Inklusion – unterschiedliche Wege ins gemeinsame Spiel
Inklusives Spielen bedeutet für uns bei HST-Spielgeräte nicht, dass jedes Kind dieselbe Bewegungsaufgabe auf dieselbe Weise bewältigen muss. Entscheidend ist, unterschiedliche Möglichkeiten anzubieten, sich am Spiel zu beteiligen und gemeinsame Erfahrungen zu machen.
Die rollstuhlbefahrbare Gummimatten-Rampe ermöglicht auch Kindern mit Rollstuhl den Zugang zur beweglichen Spielfläche. Andere Kinder können sich über die flachen Auffahrten annähern, die Halteseile greifen, die Laufseile nutzen oder sich an den Bogennetzen orientieren.
Dadurch entstehen verschiedene Spielhandlungen nebeneinander: rollen, wippen, schwingen, greifen, festhalten, balancieren, beobachten und gemeinsam ausprobieren.
Das Gerät bietet damit nicht nur einen Zugang zum Spiel, sondern schafft auch Begegnungsmöglichkeiten zwischen Kindern mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen.
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Bereits ab 2 Jahren – interessant für U3-Bereiche
Die Kombination aus Inklusion und einer Eignung bereits ab 2 Jahren macht das Inklusionsgerät auch für Krippen, Kitas und Kindergärten mit U3-Gruppen interessant.
Jüngere Kinder können die unterschiedlichen Elemente zunächst auf einfache Weise erkunden: sich festhalten, Bewegungen der Gummimatte wahrnehmen, erste Schritte auf einer beweglichen Fläche ausprobieren oder gemeinsam mit anderen Kindern den Spielweg entdecken.
Dabei müssen nicht alle Kinder den gesamten Spielweg bewältigen. Die verschiedenen Bereiche ermöglichen es, entsprechend der individuellen Fähigkeiten und des eigenen Tempos unterschiedliche Bewegungserfahrungen zu sammeln.
Spielwert – pädagogisch wertvoll spielen
Das Inklusionsgerät verbindet Bewegung, Wahrnehmung und gemeinsames Spielen. Sein Spielwert entsteht gerade daraus, dass unterschiedliche Kinder verschiedene Möglichkeiten finden können, sich mit dem Gerät auseinanderzusetzen.
Physisch – Bewegung auf unterschiedliche Weise erleben
Die flexible Gummimatte reagiert auf Gewichtsverlagerungen und erzeugt wippende und schwingende Bewegungen. Halteseile und Laufseile bieten weitere Möglichkeiten zum Greifen, Festhalten und Balancieren.
Je nach Nutzung werden unter anderem Gleichgewicht, Koordination, Körpergefühl, Greifen und kontrollierte Gewichtsverlagerung angesprochen. Für jüngere Kinder können bereits kleine Veränderungen der Körperposition eine interessante Bewegungserfahrung darstellen.
Kognitiv – Wege erkennen und Bewegungen einschätzen
Kinder können beobachten, wie sich die flexible Fläche bei Bewegung verändert, welcher Halt erreichbar ist und welchen Weg sie als Nächstes wählen möchten.
Dadurch verbinden sich Spiel und Bewegung mit Wahrnehmung, Konzentration und einfacher Bewegungsplanung. Unterschiedliche Wege eröffnen dabei verschiedene Möglichkeiten, die Aufgabe an die eigenen Fähigkeiten anzupassen.
Sozial – gemeinsam spielen und aufeinander reagieren
Mit einer Benutzeranzahl von 29 Kindern ist das Inklusionsgerät für gemeinschaftliches Spielen ausgelegt. Bewegungen eines Kindes können auf der flexiblen Spielfläche von anderen wahrgenommen werden, während verschiedene Spielbereiche gleichzeitig genutzt werden können.
So entstehen Begegnungen, gemeinsames Ausprobieren und Situationen, in denen Kinder aufeinander achten und unterschiedliche Fähigkeiten ganz selbstverständlich Teil des gemeinsamen Spiels werden.
Emotional – selbst entscheiden, wie viel Bewegung möglich ist
Kinder können sich dem Gerät auf unterschiedliche Weise nähern und selbst ausprobieren, welche Bewegungen ihnen bereits möglich sind.
Überschaubare Herausforderungen und selbst gewählte Spielwege ermöglichen Erfolgserlebnisse, ohne dass jedes Kind dieselbe Aufgabe bewältigen muss.
Hochwertige Materialien für den dauerhaften Außeneinsatz
Die tragende Konstruktion besteht aus sechs feuerverzinkten Stahlpfosten mit Ø 102 mm. Zum Komplettgerät gehören vier Pfosten mit einer Länge von 2,00 m sowie zwei Pfosten mit einer Länge von 2,40 m.
Für Seile und Netze wird Herkulesseil Ø 16 mm eingesetzt. Die 6-litzige Seilkonstruktion besitzt eine Stahleinlage und ist für die dauerhafte Beanspruchung auf öffentlichen und betreuten Spielplätzen ausgelegt.
Die rollstuhlbefahrbare Gummimatten-Rampe bildet die bewegliche Spielfläche. Zusätzliche flache Auffahrten aus Fallschutzplatten erleichtern den Übergang in den Spielbereich.
Ausstattung
- Komplettgerät Art.-Nr. 4591-90
- 6 feuerverzinkte Stahlpfosten Ø 102 mm
- Pfostenlängen: 4 × 2,00 m und 2 × 2,40 m
- rollstuhlbefahrbare Gummimatten-Rampe
- 2 geländerartige Bogennetze
- 2 Reihen Halteseile mit Laufseil
- 4 flache Auffahrten aus Fallschutzplatten
- Seile und Netze: Herkulesseil Ø 16 mm, 6-litzig, mit Stahleinlage
- Empfohlen ab: 2 Jahren / U3-geeignet
- Benutzeranzahl: 29
- Prüfung: nach EN 1176
Komplettgerät – die sechs Stahlpfosten sind bereits enthalten
Beim Inklusionsgerät unterscheidet sich der Lieferumfang deutlich von vielen anderen Haiger-Produkten. Es handelt sich nicht nur um ein Einhängeteil: Die sechs benötigten Stahlpfosten gehören bereits zum Komplettgerät.
Die Pfosten bestehen aus feuerverzinktem Stahl und besitzen unterschiedliche Längen, da sie verschiedene Funktionen innerhalb der gesamten Konstruktion übernehmen. Die normalen Grundwerte eines einzelnen Haiger-Standpfostens dürfen deshalb nicht pauschal auf dieses Komplettgerät übertragen werden.
Zusätzliche Standpfosten werden erst benötigt, wenn das Inklusionsgerät mit weiteren Elementen des Seilparcours Haiger erweitert werden soll.
Technische Orientierung für die Planung
- Art.-Nr.: 4591-90
- Geräteart: Komplettgerät / erweiterbares Haiger-Element
- Empfohlen ab: 2 Jahren / U3-geeignet
- Benutzeranzahl: 29
- Geräteraum: 6,60 × 1,20 m
- Mindestraum: 9,10 × 4,20 m
- Gerätehöhe: 1,75 m
- Freie Fallhöhe: 0,35 m
- Fallschutzfläche: mindestens 36,20 m²
- Betonbedarf: ca. 1,40 m³
- Montagezeit: ca. 6–7 Stunden ohne Fundamente
- Montage: 2–3 Personen
- Standpfosten: 6 Stück, feuerverzinkter Stahl
- Norm: EN 1176
Für die Fundamente wird Beton der entsprechenden Qualität benötigt. Bei der Planung sind außerdem der angegebene Mindestraum, die Fallschutzfläche sowie die örtlichen Bodenverhältnisse zu berücksichtigen.
EN 1176 und EN 1177 – die Spielplatznormen →
Mit weiteren Elementen des Seilparcours Haiger erweiterbar
Das Inklusionsgerät muss nicht als abgeschlossene Einzelanlage stehen bleiben. Die Konstruktion kann mit weiteren Elementen des Seilparcours Haiger und den dafür benötigten Standpfosten ergänzt werden.
Dadurch lassen sich zusätzliche Bewegungsaufgaben wie Balancieren, Greifen, Hangeln, Schwingen oder ruhigere Spielbereiche anschließen. Welche Elemente sinnvoll sind, richtet sich nach der verfügbaren Fläche, der Altersstruktur und den gewünschten Möglichkeiten zur Teilhabe.
Bei einer ausdrücklich für U3 geplanten Erweiterung sollten ausschließlich weitere Haiger-Elemente eingesetzt werden, deren Eignung für Kinder unter 3 Jahren ebenfalls bestätigt ist.
Weitere Elemente des Seilparcours Haiger entdecken →
Standpfosten für Erweiterungen des Seilparcours Haiger ansehen →
Inklusion und U3 sinnvoll miteinander verbinden
Bei der Planung von Spielplätzen für Krippen, Kitas und Kindergärten treffen häufig mehrere Anforderungen aufeinander: jüngere Kinder benötigen altersgerechte Bewegungsangebote, gleichzeitig sollen möglichst viele Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten am Spiel teilnehmen können.
Das Inklusionsgerät Haiger verbindet diese beiden Planungsziele. Die Eignung ab 2 Jahren, der rollstuhlbefahrbare Zugang und unterschiedliche Greif-, Bewegungs- und Balanciermöglichkeiten machen es zu einem vielseitigen Baustein für inklusive U3-Spielbereiche.
Dabei verstehen wir Inklusion nicht als einzelne Zusatzfunktion: Ein guter inklusiver Spielplatz bietet unterschiedliche Möglichkeiten, mitzumachen, sich zu bewegen, zu beobachten und gemeinsam zu spielen.
Teil unserer variablen HST-Spielsysteme
Das Inklusionsgerät gehört zum Seilparcours Haiger und damit zu unseren variablen Spielsystemen. Als Komplettgerät bildet es bereits eine eigenständige Spielanlage, kann aber gleichzeitig Ausgangspunkt für einen größeren individuell geplanten Parcours sein.
So können Kommunen, Kindertagesstätten, Landschaftsarchitekten und Planer die Anlage entsprechend der vorhandenen Fläche und der gewünschten Spiel- und Inklusionsangebote erweitern.
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Wir unterstützen Sie bei der inklusiven Spielplatzplanung
Sie möchten das Inklusionsgerät Haiger als Einzelanlage einsetzen oder mit weiteren Spiel- und Bewegungselementen kombinieren?
Teilen Sie uns die verfügbare Fläche, die Altersstruktur und die gewünschten Spielmöglichkeiten mit. Wir unterstützen Sie bei HST-Spielgeräte gerne bei der Zusammenstellung einer technisch sinnvollen Spielanlage, die U3, Bewegung und möglichst vielfältige Möglichkeiten zur Teilhabe miteinander verbindet.